Zusammenfassung:EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will auf Trumps Zölle reagieren.picture alliance / ZU
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will auf Trumps Zölle reagieren.
US-Präsident Donald Trump hat sein lange angekündigtes Zollpaket verhängt. Für die EU gelten somit Importzölle von 20 Prozent.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigt Gegenmaßnahmen an und bietet den USA Verhandlungen an.
Die Zölle könnten die Weltwirtschaft stark belasten und die Inflation in Europa erhöhen, warnt von der Leyen.
US-Präsident Donald Trump hat sein lange angekündigtes Zollpaket verhängt. Darunter finden sich auch Zölle gegen Importe aus der EU in Höhe von 20 Prozent. Andere Länder traf es noch härter. Importe aus China etwa wurden mit 34 Prozent belegt, für Südkorea gelten 25 Prozent. Gegenüber der EU sagte Trump, dass man abgezockt werde. „Es ist so traurig, das zu sehen. Es ist so erbärmlich.
Die EU bereitet nach der Zollankündigung Gegenmaßnahmen vor, will aber gesprächsbereit bleiben. „Wir finalisieren bereits das erste Maßnahmenpaket als Reaktion auf die Stahlzölle und bereiten nun weitere Maßnahmen vor, um unsere Interessen und Unternehmen zu schützen, falls die Verhandlungen scheitern, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Rande eines Gipfeltreffens mit Staats- und Regierungschefs zentralasiatischer Staaten in Usbekistan.
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Von der Leyen bietet USA Verhandlungen an
Man werde auch genau beobachten, welche indirekten Auswirkungen die Zölle haben könnten. Die EU könne keine globale Überkapazität auffangen und auch kein Dumping auf seinen Märkten akzeptieren.
Zugleich betonte die deutsche Spitzenpolitikerin, es sei noch nicht zu spät für Verhandlungen und appellierte an die US-Seite, sich auf Gespräche einzulassen. Ziel müsse es sein, Handelshemmnisse abzubauen und nicht, sie zu erhöhen.
Zu den Entscheidungen Trumps sagt von der Leyen, die Universalzölle gegen die ganze Welt seien ein schwerer Schlag für die Weltwirtschaft, und es seien immense Folgen zu erwarten. „Millionen von Menschen werden mit höheren Lebensmittelrechnungen konfrontiert sein. Medikamente werden teurer, ebenso der Transport. Die Inflation wird ansteigen. Und dies schadet vor allem den wirtschaftlich schwächsten Bürgern, erklärte sie.
Auto- und Pharmaindustrie sollen unterstützt werden
Zudem würden auch große wie kleine Unternehmen vom ersten Tag an unter dieser Entscheidung leiden – unter anderem durch größere Unsicherheit, unterbrochene Lieferketten und aufwendige Bürokratie. Hinzu komme, dass es in dieser Unordnung, keine Ordnung zu geben scheine, sagte von der Leyen. „Es gibt keinen klaren Weg durch die Komplexität und das Chaos, das geschaffen wird, da alle Handelspartner der Vereinigten Staaten betroffen sind.
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Die Bürgerinnen und Bürgern in der EU rief sie dennoch auf, nicht die Zuversicht zu verlieren. Sie wisse, dass viele Menschen von dem ältesten Verbündeten enttäuscht seien, sagte sie. Europa habe aber alles, was es brauche, um diesen Sturm zu überstehen. Man werde zusammenhalten und sich füreinander einsetzen. Mit dem besonders von den Zöllen betroffenen Automobil- und Pharmasektor kündigte sie schnelle Gespräche über mögliche Unterstützung an.
msk/dpa
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